Autofahren zwischen Fulda und Werra

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Vor uns liegt ein wundervoller Tag, der wie fürs Fahren gemacht ist. Auf der Suche nach kurvenreichen Landstraßen zwischen den beiden Flüssen Fulda und Werra.

Also erstmal durch die Rhön über Kaltennordheim, Andenhausen, durch den Gerstengrund, nach Schleid, Geisa, Buttlar. Die Straße von Andenhausen nach Schleid durch den Gerstengrund ist eine im ersten Abschnitt sehr, sehr schmale Straße die eine fantastische Topografie aufweist. Allerdings auch einen extrem welligen Belag. Erst im zweiten Abschnitt wird die Straße breiter und eben. Wir fahren nur kurz durch das Ulstertal. In Buttlar verlassen wir die Bundesstraße 84 und es geht rüber nach Mansbach.

Die Arena in der nördlichen Rhön

Ab da beginnt der nächste Streckenschwerpunkt. In Mansbach links weg Richtung Soisdorf und dann an Soislieden vorbei nach Wehrshausen. Eine Traumstraße am nördlichen Rand der Rhön! Kurve um Kurve mit schönen Abschnitten in offener Landschaft. Kurz vor Wehrshausen im Bergabstück fährt man hinunter und die Straße schlängelt sich wie in einer „Arena“ ins Tal. Ein Traum! Dadurch dass die K14 eine kleine Nebenstraße ist, herrscht dort auch fast kein Verkehr.

Weiter geht die Reise über Schenklenksfeld nach Bad Hersfeld. In Bad Hersfeld entlang der Fulda auf der B27 das kurze Stück bis nach Friedlos. Dort verlassen wir wieder die Bundesstraße und fahren Richtung Homberg (Efze) auf der L3254. Eine gut ausgebaute Straße, die in einem Tal durch ein paar Dörfer schönes Dahingleiten ermöglicht.  Bis zum dritten Schwerpunkt unserer Reise.

Acht Kilometer Fahrspaß pur

Zwischen Niederthalhausen und Beenhausen biegen wir ab auf die L3336 Richtung Rotenburg an der Fulda. Die Strecke windet sich durch den Wald hinauf und der BMW E36 frisst eine Kurve nach der anderen. Es macht eine Freude die Straße unter die Räder zu nehmen. Irgendwann fährt man wieder aus dem Wald raus und kommt runter nach Wüstefeld. Links abgebogen auf die K63 um dann die letzten 1,5 km nach Rotenburg an der Fulda zu bewältigen. Das ist nach meiner Einschätzung auch die schönste Art um nach Rotenburg reinzufahren. Du kommst da oben runter und die Stadt tut sich vor dir im Tal auf. Fantastisch, besser geht es nicht.

Wir verlassen die Fachwerkstadt Rotenburg und müssen wieder ein Stück Bundesstraße unter die Räder nehmen. Auf der B83 über Lispenhausen gibt es einen kurzen Abstecher nach Bebra. In Bebra ist ganz klar Eisenbahn und Wasserturm das Stichwort. Doch wir fahren wieder zurück nach Lispenhausen. Es wartet noch ein richtiger Leckerbissen auf uns.  Im Haselgrund auf der L3226 geht es nach Erkshausen. Denn dort biegen wir am Ortsanfang rechts ab um das nächste Streckenhighlight zu erfahren.

Die Schöne und das Biest

Wir wollen von Erkshausen rüber nach Rockensüß. Um das zu schaffen, müssen wir über eine Straße fahren. (Wer hätte es gedacht…) Sie ist klein und hört auf den Namen K50. Klein, harmlos und niedlich? Jedenfalls ist die Fahrbahnoberfläche erste Sahne. Das klingt doch schon mal super.

Die K50 lädt dich ein, die mittelschnellen Kurven auf der kleinen Straße durch die offene Landschaft erstmal kennenzulernen. Der Anstieg ist auch nur minimal. Sie lässt den Fahrer glauben, es wäre ein seichtes dahinplätschern, vorbei an Weiden und Wiesen… Doch nach einem guten Kilometer zeigt sie ihren wahren Charakter. Mit einer Haarnadel geht es in ein Waldstück und damit auch bergauf. Der Fahrer kommt voll auf seine Kosten bis er oben angekommen ist und es an einer kleinen Lichtung wieder bergab geht. Dort windet sich die K50 ebenfalls mit Kehren gespickt hinab. Der Wald ist etwas weniger geworden. Vermutlich ein Sturmschaden. Dadurch erhält man einen Blick runter auf die Straße. Es ist eine traumhafte Strecke, die einfach nur zum Fahren gemacht ist. Weiter unten fährt man durch den Adjutantengraben und stößt auf etwas offeneres Geläuf. Diese 9 km sind einfach ein Träumchen für jeden Fahrer, bis man in Rockensüß einfährt.  

Letzter Streckenabschnitt mit alten Bekannten

Runter nach Cornberg, wir streifen den Ort Solz über ebenfalls kleine Sträßchen, bis man vor dem Ort Bauhaus auf die L3250 stößt. Von da aus geht es nach Gerstungen und Berka, wo wir wieder die Werra überqueren.
Die 18 km von Berka über Gospenroda nach Dorndorf, waren mal Teil der Wartburgrallye. Da ich diesen Abschnitt auch schon eine Weile nicht mehr gefahren bin, wollte ich diese Straße natürlich fahren, ebenso wie der letzte Teil von Hämbach nach Stadtlengsfeld, der es ebenfalls in sich hat.

Und schon sind wir wieder in der Rhön angekommen, wo wir auch die Fahrt begonnen haben. Damit endet ein traumhafter Tag mit vielen Highlights und wunderbaren Straßen zwischen Fulda und Werra.   

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