Herausforderung, Individualität und Veränderung

Hey Leute, heute gibt‘s eine Geschichte die mir vor einigen Wochen passiert ist. Ich werde hier einfach meine aktuellen Gedanken dazu raushauen. Los geht’s…

Letztens ist mir wieder eine Sache ganz klar aufgefallen. Als ich in Frankfurt bei der AvD Histo-Monte war, hat sich ein Gedanke sehr stark durchgesetzt. Und zwar ist es nicht mehr so gewesen wie es früher immer war. Irgendwas hat mir gefehlt und war nicht mehr so wie sonst.

Alte Zeiten

Als ich vor fast 20 Jahren Rallyefotos gemacht habe, war es recht speziell solche Fotos zu machen. Und es gab nicht sehr viele Leute in dem Bereich. Die Herausforderung bestand darin, die besten Wertungsprüfungen für die Fotos zu finden (Ohne Navi, Smartphone, Google, usw.). Und dann an dem Streckenabschnitt eben die beste Position für spannende Fotos ausfindig zu machen und dort auch hinzukommen. Was aufgrund der Streckenposten, Vegetation und anderen Ungemach nicht immer einfach war. Kurz gesagt, es ging einfach darum zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Man hatte damals Fotos die nur ein, zwei Leute bzw. keiner hatte. Wer die Szene kennt, der weiß, das ist heute nicht mehr der Fall. Die Herausforderung und Individualität ist nicht mehr gegeben.

Dann kommt noch hinzu, ich war früher jedes dritte Wochenende bei irgendwelchen Rallyes unterwegs um dort Rallyefotos zu machen, bzw. die Veranstaltungen zu dokumentiert. Klar, es war ne schöne Zeit und ich hatte sehr viel Spaß. Ich war mit Leidenschaft dabei! Doch in den letzten 5 Jahren habe ich dann auch immer weniger Rallyes fotografiert und war nicht mehr mit der Begeisterung von früher dabei. Ebenso auch bei vielen anderen Bereiche meiner Fotografie. Somit bleibt nur noch ganz wenig übrig. Und das ist auch gut so.

Feuer und Leidenschaft

Da stand ich nun in Frankfurt und habe gemerkt, wie sich das nicht mehr so wie früher anfühlte. Was war los mit mir? Tief in mir drin wusste ich: Es war ganz nett, aber mehr auch nicht. Die Herausforderung, die Leidenschaft, die Individualität ist für mich nicht mehr greifbar. Das war auch einer der Gründe warum ich das in den letzten Jahren so massiv zurück gefahren hatte. Dann kommt noch eine weitere Sache hinzu. Ich habe zudem meine Ziele in dem Bereich alle erreicht. Als ich 1998 mit den Rallyefotos angefangen habe, gab es drei große Ziele für mich. Ich wollte 1. einmal auf Schotter fotografieren, 2. an einer Sprungkuppe Fotos machen und 3. einen WM-Lauf fotografieren. Alle drei Ziele habe ich mehr als erreicht. „Game over“ würde man nun sagen. „Mission complete“ – Das Spiel ist beendet. Was sollte danach noch kommen? Da ist es doch nur logisch das sich dann auch die Richtung ändert. Man merkt wie sich alles verändert. Vor allem wie man sich selbst verändert.

Es gibt immer zwei Arten wie man sich verändert. Die eine ist “hin zu…“ und die andere ist “weg von…“

Bei mir war in den letzten Jahren sicher “weg von…“ der vorherrschende Zustand. Ich habe immer weniger Rallyefotos gemacht. Natürlich ist jetzt aber eine Phase wo ich eher von “hin zu…“ sprechen  würde. Mein Fokus richtet sich eben auf andere Sachen. Ich will viel mehr meine eigenen Dinge machen. Den Fokus viel stärker auf meine Arbeit legen. Das Feuer und die Leidenschaft sind zwar noch da, aber nicht mehr für die Rallyefotos. Was früher für mich undenkbar gewesen wäre, ist heute ein absolut realer Gedanke bei mir. Heute will ich nicht mehr meine wertvolle Zeit primär dafür aufwenden um als “Zaungast“ bei einer Rallye zu sein und Fotos machen.

Mein Weg geht weiter. Warum sollte ich stehen bleiben? Klar, ich werde schon noch ab und an eine Rallye besuchen. Doch es hat sich ja in den vergangenen Jahren schon abgezeichnet in welchen Umfang das passiert. Also werde ich auch weiterhin selektiv nur ein paar wenige Veranstaltungen besuchen und mich viel mehr auf mein Ding konzentrieren. Weil dort für mich heute ganz klar die neuen Herausforderungen liegen. Denn da hab ich Bock drauf und es fühlt sich gut an. Zudem kann ich meine Kreativität und damit die Individualität wieder viel besser und stärker ausleben. Dabei eröffnet sich ein viel größerer Spielraum bei der Gestaltung. Egal ob es zum Beispiel um Fotoshootings, Blogbeiträge oder Shirt-Design geht. Alle anderen Bausteine meiner Arbeit werden davon natürlich auch profitieren.

Ich will damit die Sache auch abschließen. Der Beitrag heute, war wieder ein typischer „Evolution Friday“. Einfach meine Gedanken und Emotionen raushauen. Und er zeigt meine aktuelle Situation sehr schön. Denn das ist im Prinzip „EVOLUTION FRIDAY“ in destilierter Form, nur eben an meinem Beispiel. Aber selbst da sollte ein wenig was dabei gewesen sein. Genau darum geht es doch bei der ganzen Sache!

Bis demnächst…

Dirk

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